Pfad der Baumgiganten

Direkt neben dem landläufig gut bekannten Wildpark und angegliederter Gaststätte Klaushof nordwestlich des Kurortes Bad Kissingen befindet sich der sogenannte „Pfad der Baumgiganten“.

Idee dieses Walderlebnisweges ist es, Besucher an für die jeweilige Art außergewöhnlich große und alte Bäume heranzuführen und so einen kleinen Eindruck zu geben, wie es in unseren Urwäldern ausgesehen haben könnte. Der bereits zuvor als Erholungswald bewirtschaftete Staatswald, dessen Zielsetzung die Waldästhetik mit einer höchstmöglichen Baumartenvielfalt war, erhielt eigens hierfür einen befestigten, bei jeder Witterung begehbaren Rundweg. Dieser schlängelt sich auf einer Gesamtlänge von 2,1 km an den Baumgiganten vorbei.

Ein Gigant auf den ersten Blick ist hierbei die auf 300 Jahre geschätzte Eiche, die mit 38 Meter Höhe und 3,63 Meter Stammesumfang einen Vorrat von etwa 19 Festmetern aufweist. Eindrucksvoll sind auch die eine oder andere Rotbuche, Douglasie, Weißtanne oder Fichte, die an einer Höhe von 50 Metern kratzen. Es lohnt sich jedoch genauer hinzusehen. Die zuerst mit ihren 11 Meter Höhe kümmerlich wirkende Eibe ist dann doch schon stattliche 110 Jahre alt. Sie zählt zu den schattenverträglichsten Baumarten weltweit und weist ein extrem langsames Wachstum auf. Zudem ist sie durch die Übernutzung im Mittelalter sehr rar geworden, da sie wegen ihrer perfekten Eigenschaften als Bogenholz fast ausgerottet wurde. Auch eher selten zu finden sind Elsbeere und Speierling, die zur selben Gattung wie die Vogelbeere gehören. Und der Speierling sucht mit seiner Höhe von 30 Metern seinesgleichen im mitteleuropäischen Raum. Wahrscheinlich einmal alle überragen wird der Mammutbaum, der in Amerika beheimatet ist und dort Baumhöhen von über 100 Metern erreicht. Der Hiesige wird jedoch noch ein paar Jahre für die ersten 10 brauchen.

Verbinden lässt sich dieser informative Rundweg nicht nur mit einem Besuch des Tierparks oder einer kleinen Stärkung in der Wildgaststätte Klaushof, sondern auch mit einer Wanderung, etwa im Kaskadental oder zur Ruine Aura, einer wegen des 30-jährigen Krieges nie fertiggestellten Kirche. Die Verkehrsanbindung ist dank des bereits vorhandenen Parkplatzes vor Ort und der guten Ausschilderung des Klaushofes optimal gewährleistet.

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