Januar 2016

Wandern durch das Winterwunderland

Vorschau Weinbau trifft Kulinarik JanuarEs ist schon erstaunlich, welch schöne Dinge entdeckt werden, geht man mit offenen Augen durch´s Leben. Der Zauber der stillen Winternatur, strahlend blauer Himmel und eine weiße Landschaft locken raus an die frische Luft. Wird doch der Januar oft als trister Monat bezeichnet in welchem man am liebsten ganz schnell die Weihnachtspfunde loswerden will, so kann ich dieses Angebot der Natur nicht ablehnen und habe Lust auf einen schönen Tag, mit meiner Familie. Heute heißt es feste Winterschuhe an, eingemummt in dicke Jacken und nicht die Wollmütze mit samt den Handschuhen vergessen. In den Rucksack packen wir heißen Glühwein, Kinderpunsch und die vom Weihnachtsfest übriggebliebenen Lebkuchen und freuen uns auf eine schöne Wanderung durchs Winterwunderland. Unser Ziel ist die Ruine Aura, eine alte Klosterruine aus dem 17. Jahrhundert. Sie befindet sich zwischen den Ortschaften Wittershausen und Aura. Wir parken unser Auto auf einer Anhöhe bei Oberthulba und wandern gemütlich über die Flur nach Wittershausen. Wir überqueren die Straße und folgen dem Feldweg am Waldrand entlang bis zum Leimschläglein, über den Schrenkgraben in Richtung Aura und folgen der Beschilderung bis zur Ruine. Dort angekommen staunen wir darüber, wie gut das alte Gemäuer noch erhalten ist. An der Haupteingangsseite kann man heute noch die Kragsteine erkennen. Der Weg ins Innere der Ruine ist etwas beschwerlich. Doch nach fast 400 Jahren ist der Innenraum immer noch sehr beeindruckend. In dieser Idylle befindet sich – ganz in der Nähe liegend – ein schönes Café-Restaurant benannt nach der alten Klosterruine Aura. Patron Matthias Büttner heißt uns mit seiner Belegschaft auf´s herzlichste Willkommen und uns überkommt ein leichtes „Hungergefühl“. Wir kehren ein, um uns von den kulinarischen Köstlichkeiten dieses Kleinods verwöhnen zu lassen.

Der frische Arctic-Saibling wird von einem rote Bete-Wasabi-Schaum begleitet, welcher durch die erdige Note der roten Bete sowie durch die Schärfe des grünen japanischen Rettichs sehr schön zum Fisch harmoniert. Dazu gibt es in Butter geschwenkte Nusskartoffeln und bissfestes Wurzelgemüse. Köstlich und genau das
richtige zu dieser Jahreszeit.

Zum Gericht empfehlt sich eine trockene Riesling Spätlese vom Weingut Keller aus Ramsthal, Jahrgang 2012, von der Lage Ramsthaler St. Klausen. Die feingliedrige Säure des Rieslings fängt die Schärfe des Wasabis gut ein und bildet
einen wunderbaren Kontrast zur erdig, leicht süßlichen rote Bete. Im Nachhall kommt eine wunderbare Mineralität zur Geltung, die das Terroir mit seinem Muschelkalkboden erkennen lässt und mit zunehmender Temperatur eine rassige Zitrusnote sowie einen Hauch von Exotik präsentiert.

Gut gesättigt und den Mund voller Aromen, wandern wir zurück und stellen fest, dass dies ein rundum gelungener Tag war, welchen wir mit Sicherheit wiederholen werden.

Ihr Thomas Hüttl

Weinbau Keller
Hauptstraße 6, 97729 Ramsthal
Telefon 09704/1851
info@weinbau-keller.de
www.weinbau-keller.de

Wein-Café-Restaurant Ruine Aura
An der Burg 181, 97717 Aura a.d. Saale
Telefon 09704/601262
info@ruine-aura.de
www.ruineaura.com