Burgen & Schlösser

Lassen Sie sich in eine längst vergangene Zeit zurückversetzen und erleben Sie die schönsten Burgen und Schlösser der Rhön.

Burgen und Schlösser

Schwarzes, Gelbes und Rotes Schloss

Gelbes Schloss
Gelbes Schloss

Gemeinde Rhönblick
(im Roten Schloss)

Der Ort Helmershausen wird 856 erstmals erwähnt und gehörte im Mittelalter zum Besitz der Grafen von Henneberg. Die drei Schlösser entstanden allerdings erst in der Neuzeit, im 16. bis 17. Jahrhundert. Sie gehörten zu den Frei- und Edelhöfen, die aus den Burggütern der nahe gelegenen Hutsburg hervorgingen.

Der unter der Bezeichnung Rotes Schloss bekannte ehemalige Rittersitz wurde im 17. Jahrhundert erbaut, erfuhr in den Jahren 1894 einen Neubau sowie 1990 eine umfangreiche Renovierung. Zu seinen Besitzern zählten unter anderem das Geschlecht Voit von Rieneck, die Familie von Hessberg sowie die Geschlechter von Heldritt und von Wildungen.

Das stolze fränkische Fachwerkhaus Rotes Schloss unterstreicht mit seinen rot gestrichenen Balken das Schmuckbedürfnis und den Besitzerstolz der Eigentümer. Darüber hinaus diente der dunkelfarbige Anstrich dem Schutz der Hölzer.

Das Gebäude gehört heute der Gemeinde, die in seinem Inneren die Außenstelle der thüringischen Gemeinde Rhönblick sowie die Bibliothek des Ortes untergebracht hat. Darüber hinaus sind Teile des Baudenkmals zum Wohnen und für geschäftliche Zwecke vermietet.

 

Das Gelbe Schloss ist unter den drei Schlössern des Ortes vermutlich das älteste. Errichtet wurde es in den Jahren 1562 bis 1563. Womöglich waren die Herren von Zweiffel für den Bau verantwortlich. Dieses kleine Adelsgeschlecht, über das heute kaum mehr etwas bekannt ist, war zumindest der erste, nachgewiesene Eigentümer, der das Gelbe Schloss bewohnt hatte.

Später ging das Gebäude in den Besitz der Familien von Heldritt, dann von Spesshardt und später von Wildungen über. Sie alle spielten in Thüringen eine eher untergeordnete Rolle. Das erklärt nicht nur, wieso man von ihnen kaum etwas weiß, sondern auch, wieso das Schloss so klein und unscheinbar ist. Lediglich der Torbogen und das Mansardendach geben heute noch einen Eindruck vom eigentlichen Schloss wieder. Markanteste Eigenschaft des Gebäudes ist natürlich die gelbe Verputzung, die der ganzen Anlage Ihren Namen gegeben hat. Noch heute befindet sich das Gebäude in Privatbesitz und kann deshalb nicht besichtigt werden. Wer das Gelbe Schloss sehen will, muss sich daher auf eine Außenbesichtigung beschränken.

 

Im Jahre 1575 erbauten die Herren von Erffa aus dem thüringischen Uradel das Schwarze Schloss. Man nimmt an, dass sie aus dem germanischen edelfreien Adel stammen, aus denen der spätere mittelalterliche Hochadel hervorging. Als Edelfreie unterstanden die Erffas keiner anderen Fürstenfamilie, sondern direkt dem König bzw. Kaiser.

Das Schwarzes Schloss gehört heute der Gemeinde und beherbergt eine Einrichtung zum betreuten Wohnen.


Marktgasse 106

98617 Helmershausen

Tel: 036943 23020
Fax: 036943 23031


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