Burgen & Schlösser

Lassen Sie sich in eine längst vergangene Zeit zurückversetzen und erleben Sie die schönsten Burgen und Schlösser der Rhön.

Burgen und Schlösser

Burgruine Trimburg

Burgruine Trimburg auf dem Trimberg bei Elfershausen - Mystik, Kultur und Natur

"Einst trieb ein Schäfersknecht seine Schafe an der Leuchtenburg vorüber seinem Schafpferche zu und legte sich nach getaner Arbeit zu Ruhe. Da, in der Mitternacht, vernahm er ein Klopfen am Fenster. Unwillig schaute er hinaus und erblickte zu seinem Schrecken eine weißgekleidete Frau mit schwarzem Schleier und rot geweinten Augen."
So beginnt eine der vielen Sagen um die Burg Trimburg auf dem AussichtTrimburgTrimberg. Selbst Einheimische werden wahrscheinlich nicht wissen, wo die "Leuchtenburg" liegt. Doch fällt der Name Trimburg, weiß jeder sofort, dass von der Trimburg die Rede ist.

Die meisten Besucher der Trimburgwissen unterdessen nicht, was sich hinter ihrer Geschichte verbirgt. Die Burg und ihre Herren haben eine bewegte Geschichte.
Die einstigen Dimensionen der Trimburg lassen sich nicht mehr erahnen. Insgesamt umfasste die Burg ursprünglich drei Anlagen aus unterschiedlichen Epochen.

Die alte Burg oder "Leuchtenburg" ist nahezu verschwunden. Vermutlich wurde das Mauerwerk zum Aufbau der Hauptburg verwendet. Heute sind noch der gut erhaltene Ringgraben und der Burgstall mit wenigen niedrigen Mauerresten zu besichtigen.

Die "Niedernburg", oder "Linsenburg" wie sie auch genannt wird, ist ebenfalls fast zur Gänze verfallen. Sie erhob sich von 1226 bis 1665 am Fuß des Burgberges. Den 30jährigen Krieg konnte dieses Bauwerk nicht überstehen. Nur der 30 m lange Zug einer Kolossalmauer zeugt bis heute vom Leben, das hier herrschte.

Die Hauptburg hat ihren Ursprung im 12. Jahrhundert. Der romanische Kern der Hauptburg war zunächst nicht größer als das mit Mauern und Gräben umgebene Areal der Alten Burg. Nachdem im 14. Jahrhundert die Trimburg vom Hochstift Würzburg übernommen worden war, erfolgte eine Ausweitung der bestehenden Anlage.

Im Bauernkrieg von 1525 rückten die Bauern von Euerdorf und Aura her gegen die Trimburg, die im Mai 1525 eingenommen, geplündert und niedergebrannt wurde. Nach der Niederschlagung des Bauernaufstandes mussten die Amtsuntertanen den Schadensersatz leisten und die schwer beschädigte Burg wieder aufbauen.

1592 residierte Fürstbischof Julius Echter von Mesepelbrunn auf der Trimburg. Der südliche Bau stammt entweder aus der gleichen Zeit oder wurde im Laufe des 17. Jahrhunderts gebaut. "Der bauliche Zustand der Burg veranlasste Julius Echter, die Wohngebäude gründlich zu erneuern", heißt es in der Schulchronik von Engenthal. Das 17. und 18. Jahrhundert brachten der Trimburgmehrere innere Umbauten. Ab 1833 sorgte Bayernkönig Ludwig I. dafür, dass der weitere Verfall gestoppt wurde.

Seit 1981 ist das einstige Machtzeichen im Besitz des Marktes Elfershausen. Die Trimburgist also in die Hände des Volkes übergegangen, hat mit den 1977 gegründeten "Freunden der Trimburg" eine treue Anhängerschaft – die Mitglieder der örtlichen Vereine, die im Turnus um die ständig wachsende Zahl von Gästen auf der Trimburg betreuen.

Nach und nach ist der eine oder andere Raum neu hergerichtet worden. Auch der Rittersaal wurde wieder instandgesetzt. Die druchgeführte Restaurierung des Bergfriedes verschlang fast 180.000,00 DM. Dachflächen und Mauerkronen wurden saniert. Die einsturzgefährdete südliche Zwingermauer wurde abgefangen und ständig schädlicher Bewuchs entfernt.

Heute ist die Trimburg eine höchst romantische Ruine von imposantem Ausmaß. In Abschnitten wurden die Räume wieder hergerichtet. 2006 erhielten die bisher nach oben offenen Hauptgebäude des Erthal- und des Echterbaus moderne Dächer aus Stahl und Glas. Diese sowie weitere Räume können zu Festveranstaltungen und kulturellen Anlässen genutzt werden. Auch steht der Burghof mit seinem Bewirtschaftungsteil incl. Kühlraum (erneuert im Jahr 2007), dem Besucher zur Verfügung.

Ein kleines Museum im Erthalbau zeigt Fundgegenstände aus dem Umfeld der Burg.
Die meisten Arbeiten geschehen weitgehend in Eigenleistung durch den Bauhof des Marktes Elfershausen.
Unterstützt werden die Bemühungen des Marktes Elfershausen durch den Landkreis Bad Kissingen und durch die Arbeit der Vereine, insbesondere durch den Verein „Freunde der Trimburg“, der immer versucht, zusätzliche finanzielle Mittel aufzutreiben.

Zu erwähnen ist noch der Weinbau, der an den Berghängen um die Burg vor 50 Jahren in großer Blüte stand, nach Zeiten des Rückganges jedoch in erfreulicher Weise wieder festzustellen ist. Frankenwein wird auf der Trimburg probiert und einheimische Leckerein genossen. Gespräche sowie interessante Begegnungen kommen zustande und an Sommerabenden laden die Hammelburger Theaterfreunde "Spectaculum" zu Laientheater auf hohem künstlerischem Niveau ein.

Öffnungszeiten:
Die Trimburg ist von Anfang Mai bis Ende Oktober an jedem Sonn- und Feiertag geöffnet. An diesen Tagen wird die Burg durch die örtlichen Vereine bewirtet.
Führungen sind nach vorheriger Terminabsprache möglich.


Markt Elfershausen
Marktstraße 17

Trimberg
97725 Elfershausen

Tel: 09704-91100
Fax:
E-Mail:
Internet: www.trimburg.euexterner Link


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