Grenzerlebnis Rhön

Vom heißesten Ort im Kalten Krieg  - die "Grenzgeschichte" der Rhön ist aufregend, facettenreich und spannend. Auch heute noch kann diese Geschichte in Auszügen erfahren werden.

Museen, Denkmäler und Rundtouren bieten Wissbegierigen viele Informationen zu der großen Bedeutung, welche die Rhön zur Zeit der deutsch-deutschen Teilung besessen hat. Sie erzählt Geschichten der ehemaligen Zöllner, BGS-Beamten, Sowjet-Soldaten und natürlich der Rhöner selbst. Begeben Sie sich in Ihrem Besuch dieser einmaligen Mittelgebirgslandschaft auf eine Reise in die Vergangenheit und lernen Sie den besonderen Charakter der Region kennen.

 

 

 

Konrad-Zuse-Museum

Konrad-Zuse-Museum Hünfeld (1)

Mit Stadt- und Kreisgeschichte sowie "Leben mit der Grenze"

In der Mitte des Grenzinformationsraumes ist der Fluchtversuch eines DDR-Bürgers über den Metallgitterzaun (MGZ) dargestellt. Er verwendet selbst angefertigte Hilfsmittel, wie z.B. die „Handhaken“ und die „Steigeisen“. Darüber hinaus führt er einen Wurfanker am Seil mit sich. Der MGZ war ca. 3m hoch und im Boden ca. 0,70 m versenkt.

Die mörderische Selbstschussanlage (SM 70) wurde zwischen 1970 bis 1983/84 in verschiedenen Höhen am Zaun (ostwärts) installiert und verursachte nach Auslösung tödliche bzw. schwere Verletzungen.

Eine Bilderleiste zeigt Zwischenfälle, Abrissarbeiten der Buchenmühle bei Grüsselbach und Aufnahmen von Sperranlagen sowie Geländeabschnitten entlang der ehem. Grenze zur DDR. Hervorzuheben sind die gelungene Flucht eines Soldaten der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR mittels Raupenschlepper und der tödliche Schusswechsel im August 1962 an der Grenze Nähe der Straße Rasdorf-Setzelbach.

Eine schematische Darstellung zeigt die Grenzsicherungsanlagen der DDR. Geländebedingt wurden unterschiedliche Sicherheitssysteme installiert. Brennpunkte waren u.a. Ortschaften in Grenznähe  (z.B. Philippsthal-Vacha) und Flussläufe mit Kanalisation bzw. schlecht einsehbare Geländeabschnitte.

In Originaluniformen wird ein Polizeivollzugsbeamter des damaligen Bundesgrenzschutzes (BGS), jetzt Bundespolizei und ein Angehöriger der DDR-Grenztruppe mit Geräten zur Kommunikation über das Grenzmeldenetz dargestellt.

In einem Schaukasten sind Nachbauten von Minen dargestellt, die in den 60/70er Jahren von Pionieren der NVA zwischen den Doppelzäunen nach einem Minenplan verlegt wurden. Propagandamaterial in Pappkugeln wurde zu unterschiedlichen Zeiten durch die Grenztruppe der DDR über den Grenzzaun in die Bundesrepublik Deutschland geschossen.

Ausweispapiere und persönliche Unterlagen von geflüchteten DDR-Bürgern und Armbinden für Helfer der Grenztruppe und Volkspolizei. In fast allen Grenzorten der DDR gab es diese nicht uniformierten Helfer, die bei Auftauchen ortsfremder Personen sofort die entsprechenden DDR-Dienststellen informierten und somit oft schon  im Vorfeld Fluchtversuche verhinderten.

 

Öffnungszeiten, Preise und Weiteres finden Sie unter www.zuse-museum-huenfeld.deexterner Link


Konrad-Zuse-Museum
Kirchplatz 4-6
36088 Hünfeld
Tel: 06652 - 919884
Fax: 06652 - 919879
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