100 Genussorte Bayern - Die Rhöner Genussorte

Genussorte2018100 Jahre Freistaat Bayern - ein großes Jubiläum. Zu diesem Anlass hat das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau insgesamt 100 Orte als "Genussorte" in Bayern ausgezeichnen.

Leberkaese_webDie Rhön bringt mit seinen Genussorten fast ein ganzes Menü auf den Tisch. Beginnt man die kulinarische Rundreise durch die Rhön im östlichen Teil des Mittelgebirges kommt man nicht an Ostheim vor der Rhön mit seinem weitbekannten „Ostheimer Leberkäs“ vorbei. Spätestens beim Wurstmarkt im Oktober lässt sich dieser direkt vor Ort verkosten. Ostheim v.d. Rhön zeichnet sich durch eine besonders gelungene Kombination aus ortstypischen Spezialitäten, handwerklicher Herstellung und gelebtem Genuss aus. Wurst und Schinken, Bier und Bionade, Brot und Bienenhonig: Am besten schlemmen sich Gäste mit RhönHappen durch die kulinarische Vielfalt der Rhönstadt.

Holzofenbrot_webWas würde zu einem deftigen Leberkäs besser passen als ein frisches Holzofenbrot? Dieses findet der Genießer in der nördlichsten Stadt Bayerns, in Fladungen. Ganz ohne Stress und nach guter alter Tradition wird in Fladungen auch heute noch regelmäßig das Holzofenbrot gebacken. Beim Backtag im Freilandmuseum steigt einem der Duft von frischem Brot in die Nase. Ideal um von Stress und Hektik Abstand zu gewinnen. Die Akkus wieder aufladen und neue Energie für den Alltag schöpfen – das gelingt hier besonders gut. Der Besucher bestimmt das Tempo ganz individuell.

 

Knacker-schaf_webWeiter geht die Reise nach Oberelsbach, dem Heimatort des Rhönschafes. Bio-Lammwurst, Schafsalami aber auch kuschelig warme Socken aus Schafwolle wandern hier auf den Teller bzw. in den Souvenirkoffer. Rhöner Charaktertypen schaffen hier ein Fest für die Sinne: Ob Biersommelier, Schäfer oder Schnapsbrenner – sie alle sind Botschafter des guten Geschmacks. Eine der 100 besten bayerischen Heimatwirtschaften ist ebenfalls bei uns zu finden. Genuss, Geselligkeit und artenreiche Bilderbuchlandschaften machen Oberelsbach zum Insidertipp.

 

Bier_webWeiter gen Westen wartet der Kreuzberg, der „Heilige Berg der Franken“ auf den Besucher. Dort wird noch das süffige Klosterbier direkt gebraut. Am Fuße des Kreuzbergs lädt der Genussort Bischofsheim zum Schlendern ein. Der Kreuzberg mit seiner Jahrhunderte langen Tradition als Wallfahrtsort begeistert zahlreiche Gäste. Egal ob Pilger, Wanderer oder Einheimische, beim Genuss des Kreuzberger Klosterbieres und einer zünftigen Brotzeit kommt man ins Gespräch und lernt Land und Leute kennen. Bischofsheim schmeckt und überzeugt auch mit anderen, nach alter handwerklicher Tradition hergestellten Produkten. Wie zum Beispiel mit Schnäpsen, Nudeln, Honig und Fleisch- und Wurstspezialitäten, die bei vielen örtlichen Gastronomen direkt zum Einsatz kommen.

Daetscher_webÜber sonnige Berge und durch schattige Täler reisen wir weiter nach Hammelburg, älteste Weinstadt Frankens. Mitten in der Weinregion „Frankens Saalestück“ liegt Hammelburg, die nördlichste und älteste Weinstadt Frankens. Bereits seit 777 wird hier an den sanften Hängen der Fränkischen Saale Wein angebaut. Zum Weingenuss gehört seit jeher auch der Dätscher - ein dreieckiges Gebäckteil aus dunklem Roggenbrotteig bestreut mit Kümmel und Salz - der gerne zum Schoppen gereicht wird. Wein, leckere regionale Schmankerl wie den Dätscher und gute Stimmung genießen Besucher bei zahlreichen (Wein-)Festen – jedes mit seinem ganz eigenen Charme.

 

Whisky_webUm die kulinarische Runde abzuschließen geht es weiter in den südwestlichen Teil der Rhön, nach Wartmannsroth. Hier warten erlesene Brände und Destillate auf den verwöhnten Gaumen.  Lange vor der 'deutschen Whiskywelle' hat man in Wartmannsroth den Trend zum Whisky erkannt. Hier wurde der traditionsreiche Getreidebrand Rhöndiesel erstmals zu Rhöner Whisky veredelt. Mittlerweile wird er in der gesamten Rhön produziert. Weizen aus eigenem Anbau wird destilliert und in Holzfässern aus Spessarteiche gelagert.

Osterburg

Südwestlich von Bischofsheim, etwa auf halbem Weg zum Kreuzberg, finden sich auf einem Basaltkegel Ruinen der Osterburg, einer romanischen Wehranlage. Über ihren Namen ist gerätselt und noch mehr fabuliert worden.

Ruine Osterburg bei Bischofsheim

Wahrscheinlich ist, dass der Name Osterburg etwas mit der Himmelsrichtung zu tun hat. Die Bischofsheimer Osterburg ist vielfach mit der über Henfstädt bei Themar aufragenden Osterburg verwechselt worden. Tatsächlich haben beide Burgen außer der Namensgleichheit nichts gemeinsam.

Unbestritten ist, dass die Ruine über Jahrhunderte in Vergessenheit geriet und vom Wald zurückgeholt wurde. Im Jahr 1897 stießen Waldarbeiter unverhofft beim Wegebau auf die Ruinen. Der damalige königliche Forstmeister Fuchs nahm sich der Sache an und ließ mit Unterstützung des Rhönklubs Grabungen durchführen. Um ein Ausflugsziel zu schaffen, erhöhte man die Überreste des Bergfrieds, die jedoch bald darauf wegen Einsturzgefahr wieder gesprengt werden mussten.

Die damals gemachten Grabungsfunde waren bis vor kurzem in der Eingangshalle des Rentamtes (hinter dem Stadtturm) ausgestellt. Im Zuge der Sanierunsabeiten der Ruine, die sich der Verein Freunde der Osterburg e.V. unter fachmännischer, wissenschaftlicher Leitung zum Ziel gesetzt hat,  wird auch diese Ausstellung neu überarbeitet.

Obwohl im Laufe der Zeit viel verloren ging, ist das was blieb, spektakulär. Bei der Freilegung des Mauerwerks kamen z.B. Basaltsäulen von über vier Metern Höhe zum Vorschein, die die Burg ursprünglich trugen. Auch während der umfangreichen Sanierungsarbeiten, die derzeit noch in vollem Gange sind, ist der Besuch der Ruine Osterburg ein Muss für jeden geschichtlich und landschaftlich Interessierten. Mit Spannung erwarten wir, was die Burgenforscher noch zu Tage fördern.  

Weitere Informationen über die Burg finden Sie unter www.burgruine-osterburg.deexterner Link.


Osterburg
Kirchplatz 7
 
Tel: 09772 9101
Fax: 09772 910159
Zurück zur Liste