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Katholische Pfarrkirche St. Burkard in Trappstadt (Historische Stätte) |
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1711
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1715
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Beschreibung
Zur Geschichte: Die Entstehung einer ersten Kirche in Trappstadt bleibt im Unklaren. Ihr Turm ist in den unteren Geschossen noch spätgotisch, wird 1611 als zu finster bezeichnet und soll erhöht werden. Doch erst zwischen 1711 und 1715 erfolgt der Neubau des Langhauses und des Turmobergeschosses durch Meister Basilius Maurer und Steinmetz Jörg Benkert aus Alsleben, möglicherweise nach einem Plan des Baumeisters Joseph Greising.
Der Außenbau: Die Kirche ist umgeben von Resten der Friedhofsbefestigung mit spätmittelalterlichen Schießscharten. Das eingeschossige Torhaus mit flachem Durchgang stammt ursprünglich von 1733, wurde aber im 20. Jh. stark verändert. Die dreiteilige Westfassade der Chorturmkirche wird von Lisenen gegliedert und einem Schweifgiebel mit Dreieckschluss bekrönt. Auch die übrigen Außenwände werden durch Lisenen gegliedert. Der im unteren Bereich quadratische Chorturm wird im obersten Geschoss mit abgeschrägten Ecken und einer Kuppel mit offener Laterne bekrönt.
Das Innere: Quadratisch wie das Turmuntergeschoss zeigt sich auch der Chor im Inneren mit einem reich stuckierten Kreuzgratgewölbe. Das flach gedeckte Langhaus zu drei Fensterachsen wird im Westen von einer doppelten Empore abgeschlossen. Den Deckenstuck im Langhaus und Chor schuf der Stukkateur Neundorf. Neben Akanthus und Laubdekor bildet ein stuckiertes „IHS“ den Mittelpunkt, begleitet von nachträglich gemalten Medaillons mit Engeln und Evangelisten. Der sechssäulige Hochaltar mit den Hll. Joseph und Wendelin über den seitlichen Durchgängen, Anna Selbdritt und Barbara sowie einem bekrönenden Hl. Georg, birgt im Zentrum ein älteres Altarblatt mit einer Kreuzigungsszene. Der Auszug gibt den Kirchenpatron St. Burkard wieder. Auch die viersäuligen Seitenaltäre entstanden wohl gleichzeitig. Während links die Hl. Maria Immaculata begleitet von den Hll. Margaretha und Katharina wiedergegeben ist, zeigt der rechte Altar einen 1718 datierten Christus an der Geißelsäule, vermutlich zwischen den Hll. Johann Nepomuk und Karl Borromäus. Von 1617 stammt der achteckige Taufstein, der mit ovalen Buckeln und umlaufender Inschrift verziert ist. Mit dem Neubau um 1715 dürften auch die polygonale Kanzel mit vier Evangelisten in Muschelnischen und dem auferstandenen Christus und Putten auf dem Schalldeckel und das Orgelgehäuse mit fünfteiligem Prospekt entstanden sein. Neben einer spätgotischen Büste des Hl. Kilian (um 1510, Riemenschneider-Werkstatt), die leider nicht ausgestellt wird, und einem Hl. Sebastian (um 1750) findet sich auch eine schöne Anna Selbdritt (wohl um 1715). |
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Bedeutung
Die Kirche St. Burkard in Trappstadt birgt kaum große Kunst im Grabfeld. Und doch ist die Geschlossenheit ihrer Ausstattung aus der Neubauzeit um 1715/20 bemerkens- und sehenswert. Daneben lohnt auch die erhaltene Friedhofsbefestigung der mittelalterlichen Vorgängerkirche nähere Betrachtung.
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Lesen
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Hans Karlinger (bearb.v.), Die Kunstdenkmäler von Unterfranken und Aschaffenburg XIII, Bezirksamt Königshofen, München 1915, Nachdruck 1983, 146-151. |
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Heinrich Mehl, Kirchen und Kapellen in Rhön-Grabfeld, Fulda 1979. |
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Georg Dehio, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler Bayern I: Franken, München 2. Ergänzte Auflage 1999, 1027. |
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| | AutorIn Schaelow-Weber |
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| Blick zum Chor |
| Quelle: schaelow-weber 2005 |
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| Hochaltar |
| Quelle: schaelow-weber 2005 |
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| Kirche mit Torhaus |
| Quelle: schaelow-weber 2005 |
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