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Ernst Albrecht von Eberstein
(Historische Persönlichkeit)
  1605 bis 1676
  Lebensgeschichte

Ausbildung und Dienst auf kaiserlich-katholischer Seite
Ernst Albrecht von Eberstein, der gemeinsame „Stammvater aller noch lebenden Ebersteine“, wie ihn der Familienchronist Louis Ferdninand von Eberstein Ende des 19. Jahrhunderts bezeichnete, wurde 1605 in Gehofen im Unstruthtal geboren. Ernst Albrecht zeigte offenbar schon früh eine Neigung zum Kriegshandwerk und wurde mit elf Jahren in die Obhut seines Onkels, des Oberstleutnants Hans Christoph von Lauterbach gegeben, dem er unter anderen in die Niederlande folgte. Zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges wohnte Ernst Albrecht der Schlacht am Weißen Berg bei. Seine eigenständige Laufbahn begann er 1623 auf Seiten der katholischen Liga in der Armee Tillys; als die Gegner des Kaisers1625 zunächst niedergeworfen waren, kämpfte er in schwedischen Diensten gegen Polen.

Wechsel der Dienstherren und Fronten
Seit 1630 war Ernst Albrecht Kammerherr des Herzogs von Sachsen-Weimar, der ihn mit diplomatischen Geschäften betraute. Als sich die evangelischen Stände in den 1630ern erneut gegen den Kaiser auflehnten, stand Ernst Albrecht auf ihrer Seite – 1632 wurde er Major in der Armee des Landgrafen Wilhelm IV, der von der katholischen Liga abgefallen war.
Der neue Dienstherr besetzte die Stadt und das Stift Hersfeld, dann „eilte er mit etlichen Reiterschwadronen nach Fulda und schrieb eine Brandschatzung von 60 000 Gulden für ganz Buchonien aus“. Ein Jahr später heiratete von Eberstein in der Nähe von Kassel Anna Maria von Calenberg. Als die protestantische Seite im Prager Frieden 1635 nachgeben musste und die Entfernung ausländischer Truppen aus dem Reich beschlossen wurde, rief man Ernst Albrecht zunächst nach Sachsen. Schon 1637, im gleichen Jahr, in dem seine Frau im Feldlager vor Torgau gestorben war, trat er aber wieder in schwedische Dienste. Ernst Albrecht von Eberstein wechselte die Dienstherren ebenso wie die Fronten – 1646 kämpfte er als Generalleutnant wieder gegen die Schweden und Hessen-Kassel. Im Jahr des Westfälischen Friedens 1648 wurde er schließlich zum kaiserlichen Feldmarschall ernannt. Unterbrochen von einer Zeit als dänischer Feldmarschall – erneut im Kampf gegen die Schweden – lebte Eberstein nach dem dreißigjährigen Krieg hauptsächlich auf seinen Gütern in Leinungen und Gehofen, wo er 1676 starb.

Ehrentitel und verletzter Stolz
Im Lauf seiner militärischen Karriere war Ernst Albrecht von Eberstein mit zahlreichen Ehrentiteln, unter anderem kursächischer Feldmarschall, Geheimer Rat und Kriegsrat ausgezeichnet worden. Die Familienchronik berichtet, dass Kaiser Ferdinand III. ihm auch zweimal die Grafenwürde anbieten ließ – er habe jedoch abgelehnt und auch seinen Söhnen verboten, Gebrauch davon zu machen. Ob sein verhalten auf die Sage zurückgeht, nach der ein fränkischer Eberstein den Grafentitel mit einem Fluch belegt hat, ist fraglich. Wahrscheinlicher ist der Grund, dass außer den hessischen landgrafenfamilien und Kursachsen auch der Kaiser selbst hohe Schulden bei von Eberstein hatte, die dieser zunächst beglichen sehen wollte. Hinzu kommt – so die Familiensaga – verletzter Stolz des Feldherrn: Weil sein Vater eine Ministerialin geheiratet habe, sei es Ernst Albrecht beim Turnier verboten gewesen, in den Schranken der Grafen und Herren zu reiten, was seiner eigenen Würde angemessen gewesen wäre. Zumindest die „Fruchtbringenden Gesellschaft“, die sich der Pflege der deutschen Sprache und Literatur widmete, erkannte die Würde ihres Mitglieds an – Ernst Albrecht trug dort den Namen „Der Wohlverdiente“.



  Bedeutung

Ernst Albrecht von Eberstein war während des Dreißigjährigen Krieges ein bedeutender Militärführer.

 
Quellen:

Louis Ferdinand von Eberstein: Beschreibung der Kriegsthaten des General-Feldmarschalls Ernst Albrecht von Eberstein. Berlin 1892.
 
Louis Ferdinand von: Eberstein: Abriss der Urkundlichen Geschichte des reichsritterlichen Geschlechtes Eberstein vom Eberstein auf der Rhön. Dresden 1893.
 
www.wikipedia.de
 

 AutorIn Anne Krenzer
 Kommentare

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General-Feldmarschall Ernst Albrecht von Eberstein
Quelle: Porträt unter http://www.netaxs.com/~graf/graf/graf_eberstein.html. Auschnitt
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