 | Rentwertshausen (Ort) | | | | | | Beschreibung
Wegen der günstigen Lage und des guten Bodens war die Landwirtschaft (einschließlich Obstbau) hier ertragreich. Trotzdem waren die Einwohner nicht wohlhabend, denn die Hälfte der Flur gehörte mit den besten Stücken zum Rittergut, das vom 14. Jahrhundert bis 1535 eine Seitenlinie der Herren von Bibra innehatte und danach sehr rasch die Besitzer wechselte. Die dazugehörige kleine mittelalterliche Burg war von einem Wassergraben umgeben, der noch im vorigen Jahrhundert sichtbar war. Das schlichte Herrenhaus, das an die Stelle der alten Gebäude gesetzt wurde, wechselte 1928 in den Besitz der Gemeinde. Die Kirche, ein einfacher Bau von 1604/05 mit barocken Veränderungen, lehnt an einen wohl noch mittelalterlichen Turm, dessen Fachwerkoberbau mit Satteldach allerdings auch in das frühe 17. Jahrhundert gehört.
Mit der Eröffnung der Bahnstrecken Meiningen-Rentwertshausen 1874 und Rentwertshausen-Römhild 1893 nahm der Ort einen gewissen Aufschwung. Zu DDR-Zeiten war hier für die Bahn Endstation, nach der Wende wurde die Linie in Richtung Schweinfurt wieder in Betrieb genommen.
Die damals in Betrieb genommene Dampfziegelei war auch noch nach 1945 das wichtigste gewerbliche Unternehmen.
| | | Quellen:
 | Dr. Günther Wölfing | | | Kleine Henneberger Landeskunde |
| | | AutorIn Renate Remde | | |  |
| 
| |