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Nordheim v. d. Rhön (Ort)
 
 Beschreibung

Nordheim, nordwestlich von Mellrichstadt gelegen, gehört zu den altertümlichsten Orten des oberen Streutales.
Wohl schon zur Zeit der fränkischen Landnahme entstanden, wird das Dorf im Jahre 774 in Fuldaer Schenkungsurkunden erstmals genannt. Neben Fulda und Würzburg hatten hier die Grafen von Henneberg, die Edlen von Stein und die Herren v. d. Kehre Besitz und Eigentum.
Seit dem 11. Jh. saß im Ort die Familie von der Thann, die nach 1500 ihre Nebenlinie »auf Northeim« benannte. Ein interessantes Gemeindesiegel vom Jahre 1683 trägt die Umschrift »Wasser, Bruck, Linn, Wirtshaus und Brünn mittendrin« .
Über die Streu führt eine Dreibogenbrücke mit Nepomukstatue.
Das Fachwerk des Gebäudes gleich daneben (1671) wurde wieder freigelegt.
In der Nähe dreht sich ein altes Wasserrad.
Fast vollkommen erhalten ist auch die Mauer, die den ganzen Ort umzieht, während von den früheren 4 Toren nur noch das untere steht.
Das Gelbe und das Weiße Schloss, zwei stattliche Fachwerkbauten, zeugen mit ihren Wappensteinen und Inschriften von der einstigen Dorfherrschaft der Herren von der Thann.
Am Zehnthaus (um 1620) sind originelle Fachwerkschnitzereien angebracht.
Die katholische Pfarrkirche, über dem Dorf auf einem Hügel gelegen, bietet zusammen mit dem wuchtigen Rundturm der einstigen Kirchenfestung ein malerisches Bild.

Die Sebastianskapelle auf der Höhe nördlich vom Ort geht auf ein Pestgelübde zurück; sie wurde mit Unterbrechungen 1636/70 erbaut; von 1719 bis 1801 war die Klausnerwohnung daneben besetzt. Die Kapelle besaß als wertvollsten Schatz einen spätgotischen St. Sebastian (um 1500).


 
Quellen:

Karl Treutwein
 Unterfranken

 AutorIn Renate Remde
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Orte (www.rhoen.de)
Nordheim v.d. Rhön
Anlagen
Steinportal
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