 | Nordheim (Ort) | | | | | | Beschreibung
Bereits 774 wird Nordheim im Grabfeld genannt. Die Gründung geht auf die fränkische Kolonisation zurück. Der im 9./10. Jh. noch mehrfach erwähnte Ort hatte als Mittelpunkt einer Mark gehobene Bedeutung. Von ihm gingen mehrere Tochtergründungen aus. Die hier seit 1360 nachweisbaren Herren von Stein, die später im ganzen Umkreis begütert waren, bauten über die Reichsritterschaft eine bis 1803 relativ autonome Kleinherrschaft auf; ihr bis 1945 von ihnen bewohntes, aus einer Wasserburg hervorgegangenes Barockschloß wurde nach 1945 gesprengt(!). Das Dorf war einst mit Umwehrung und drei Toren gesichert, das letzte, ein Massivbau, ging 1945 durch amerikanischen Artilleriebeschuß verloren. Auch Neubrunn hatte wie das benachbarte Berkach eine Kirchenburg mit Ringmauer und Gaden, deren Torturm 1826 abgebrochen wurde. Die Kirche von 1710/11 mit Vorhalle auf vier Holzsäulen ersetzt einen Vorgängerbau und bewahrt z.T. sehr qualitätvolle Grabmäler der Herren von Stein aus dem 16.-18. Jh. Bemerkenswert ist auch das Gemeindehaus, ein Fachwerkbau mit überdachtem, doppelläufigem Treppenaufgang (18. Jh.).
| | | Quellen:
 | Dr.Günther Wölfing | | | Kleine Henneberger Landeskunde |
| | | AutorIn Renate Remde | | | Kommentare
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