 | Brendlorenzen (Ort) | | | | | | Beschreibung
Das über zwei Kilometer lange Straßendorf erstreckt sich nahe von Bad Neustadt beginnend im Brendtal aufwärts. Es entstand aus dem Zusammenwachsen der Orte Brend und Lorenzen.
Bereits in der La- Tène Zeit war der Ort besiedelt, wie eine Ausgrabung 2001 feststellte.
742 wird die Gemeine Brend erstmals urkundlich erwähnt, als das Gotteshaus „ St. Martin“ dem neugegründeten Bistum Würzburg zugeordnet wird.
Die katholische Pfarrkirche am südöstlichen Ortsrand bezeichnet Karl Gröber in den Kunstdenkmälern als ein wichtiges Denkmal für die Geschichte des ältesten deutschen Kirchenbaus. Der Kirchenbau ist vom Ursprung her karolingisch und stellt eines der frühesten Zeugnisse da. Der basilikale Bautyp ist heute von außen nicht mehr erkennbar. Die Uranlage war T-förmig, die Apsis wurde im frühen 13. Jh. durch den romanischen Chorturm ersetzt. In der Juliuszeit wurde das Langhaus erhöht. Die überhöhte Vierung und die Kreuzarme sind unter ein Dach gezogen. Wesentliche Änderungen erfolgten laut Bauinschrift 1711/14.
Die Altäre sind barock (nach 1700), auf dem Rosenkranzaltar (1719) im nördlichen Querhaus stehen u. a. einige primitive spätgotische Figuren (um 1460). Dem Stil des Rokoko sind Taufsteindeckel (um 1730) und Kanzel (um 1750) zuzuschreiben. Ausgezeichnete Holzschnitzwerke der Zeit um 1500 sind die Vespergruppe und eine spätgotische Johannisschüssel (über dem Hochaltarbild). Das wuchtige Kreuz an der Nord-Wand des Kirchenschiffs schuf 1947 Linus Zirkelbach aus Schönau. Der Ölberg (1497) außen am nördlichen Querschiff zeigt am Sockel gute spätgotische Heiligenreliefs. Das zum Kirchplatz führende Tor entstand um 1600, es trägt eine barocke Steinpieta.
Die Laurentiuskirche am Westrand des Dorfes ist eine kleine Anlage im Übergangsstil von der Romanik zur Gotik. In ihr steht ein barocker Altar (um 1680) und ein Taufstein vom Ende des 15. Jhs. Eine hohe Ringmauer mit spitzbogigem Portal umgibt das Gotteshaus.
| | | Quellen:
 | Karl Treutwein | | | Unterfranken
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| | | AutorIn Renate Remde | | | Kommentare
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